Meine Reise.Meine Zeit. Mein Studium.Mein Blog

Auf diesen Seiten will ich Euch meine Erfahrungen & Erlebnisse im Auslandssemester mitteilen. Hier könnt ihr aktuell nachverfolgen was ich gerade erlebe und was mich bewegt. Tipps&Kommentare können natürlich gerne abgegeben werden. In Abhängigkeit von der Zeit die ich habe, werden hier immer neue kleine Posts und Berichte von meiner Reise erscheinen und wenn ich mit meinen Traditionen breche sogar kleine Fotostrecken. Wenn ich euch zu selten schreibe, seid mir bitte nicht böse. Schickt mir stattdessen lieber eine Mail oder ne Nachricht auf Facebook und ich gucke was ich für euch tun kann :)

Dienstag, 18. September 2012

One night in Bangkok...

...habe ich nun das erste Mal verbracht. Die zweite folgt ziemlich bald nach diesem Eindruck. Der erste Schlaf hat auf jeden Fall die nötige Erholung gebracht mit 15 Stunden Schlaf am Stück- ein Zeugnis des harten Fluges auf dem ich nur eine Stunde schlafen konnte. Ansonsten war der Flug allerdings ziemlich gut, selbst über die Beinfreiheit konnte man nicht klagen. Tückisch war an Turkish Airlines also lediglich das Essen was mich fast dazu führte die Bekanntschaft, der an Bord verteilten Spucktüten zu machen (mittags Beefsteak war allerdings dafür ziemlich lecker, nur das Frühstück und die Beilagen führten wie gesagt zum Wiederkäuer-Gefühl) sowie das Umsteigen am Atatürk Flughafen in Istanbul. Der ist so ausgeschildert als wollten sie einen für immer da behalten.

Trotzdem bin ich gut am Suvarnabhumi International Airport gelandet und mein Gepäck ist seinem Herrn und Meister getreu gefolgt. Gemeinsam haben wir uns dann versucht mit dem Airport Express Bus auf den Weg in die City zu machen. Leider nur gab es dieses Busservice gar nicht mehr, was mir auffiel, nachdem ich alle Ebenen des Airports einmal durchwandert hatte um auf der Untersten ein kleines Schild zu bemerken, dass es das betreibende Unternehmen seit 2011 bereits nicht mehr gibt. Vielen Dank auch. Also hab ich mir ein Ticket für die Metro (nicht zu verwechseln mit dem Skytrain, das ist zwar auch eine Bahn aber mit anderen Haltestellen und überirdisch) besorgt, die mich bis zur Endhaltestelle Hualamphong ( von dem ich auch hier schon mindestens drei verschiedene Schreibweisen gesehen habe :)). Von dort aus wollte ich mir ein Tuk Tuk (Bild von Google) chartern, dass mich zu meiner Unterkunftskaschemme dem At One Inn Hotel bringen sollte. Gesagt, getan für 150 Baht erklärte sich mein Fahrer bereit mich samt Gepäck zu bringen. Mein erster farang-Fehler. Aber daraus wird natürlich gelernt. Für die 150 Baht (ungefähr 4€) bin ich also ungefähr eine Stunde herumgefahren worden inklusive eines Stops bei einem Laden wo ich 30 Minuten bezüglich eines zu kaufenden Anzugs beraten worde, den ich natürlich nicht gekauft habe sondern lediglich treuherzig versicherte "soon" wiederzukommen. Für dieses Gespräch erhielt mein Fahrer angeblich 5l "free gasoline". Na toll! Hätten wir niemals gebraucht, denn wie ich später bemerkte war mein Hotel ungefähr 5 Minuten zu Fuß von der Station entfernt. Pech gehabt! Dafür fand mein Fahrer das Hotel, im Gegensatz zu jeglichen späteren Fahrern. Das Hotel erwies sich im 1. Anblick als Ort der zum Überleben befähigt unter dem Einsatz  großer persönlicher Anstrengung. Das Duell der Dickköpfe hat auf jeden Fall die Dusche für sich entschieden, die egal ob man auf megaheiß oder megakalt dreht stoisch lauwarmes Wasser von sich gibt. Dafür kommt man beim Duschen in den Genuss von Holzfußboden.Dazu darf man genutztes Toilettenpapier nicht im Klo herunterspülen, sondern wird dazu angehalten es in den Mülleimer zu werfen. In diesem Klima ein Traum. Jedoch habe ich auf diese Regel bislang wortwörtlich geschissen. Dass es keinen Kühlschrank gibt brauche ich wohl nicht zu erwähnen, ein Schlag ins Gesicht für die deutsche Seele. Bilder erspare ich euch. :)

... Totgesagte leben länger!

Das trifft wohl auch auf mich zu. Denn hier folgt nun der erste Eintrag direkt aus Bangkok und live aus meinem hoffentlichen Endlager, der dritten Unterkunft, die ich seit meiner Ankunft vor nun fast 2 Monaten bewohne. Schon jetzt auf jeden Fall ein Riesen-Dankeschön an euch für das gute Feedback nach dem ersten Eintrag und vor allen Dingen dafür, dass ich bis jetzt keine Anthrax-Briefe oder ähnliches bekommen habe, sondern nur höfliche Ermahnungen doch bitte meine Blogging-Arbeit demnächst mal fortzusetzen. Im Gegenzug zu ausgebliebenen Milzbranderregern zugestellt in postaler Form können jetzt Danksagungen, Versorgungsnotpakete ( bitte deutsche Süßigkeiten und Wurst! ;)) und Heiratsanträge an das SK Grand Hotel Sathorn geschickt werden, Zimmernummer ist die 616 und jegliche Einsendungen werden mit Karten aus meinem Urlaubs- äh Studienland belohnt. Da mittlerweile jedoch tatsächlich so viel passiert ist, dass es mir unmöglich erscheint, alles detailliert hier zu erzählen, gebe ich erstmal einen groben Abriss über die ersten 2 Monate. Später könnten dann eventuell ein paar Reviews zu vergangenen Erlebnissen folgen. Auch ein Lerneffekt, den dieser Blog bei mir bewirkt hat: Versprich nichts, was du nicht zu hundert Prozent halten kannst :) Aber ich gebe mir Mühe. Die ersten paar Wochen gestalteten sich, nachdem die ersten Bekanntschaften gemacht waren, eher wie eine Klassenfahrt ohne Lehrer und Regeln. Extrem niedrige Einkaufspreise in nahezu allen Segmenten verführten zu Konsumterror der seine Grenzen nur im nicht eingeräumten Dispo bei der Bank kannte. Gute Erfindung! Hat dann letztendlich dazu geführt, dass die Sehenswürdigkeiten Bangkoks, die es fraglos zuhauf gibt, bisher leider noch weitgehend auf der Strecke geblieben sind. Das wird natürlich noch nachgeholt und dann wahrscheinlich im Oktober stattfinden, wenn wieder Geld vorhanden und noch genügend Zeit zu den final exams ist. So haben bisher auch erst zwei Trips nach Pattaya für mich stattgefunden. Die Welthauptstadt der Prostitution! Und das merkt man an jedem Lokal, jeder Ampel und jedem Schritt auf der legendären Walkingstreet. Eine Feiermeile auf der es auch für 80-jährige Europäer keine große Aufgabe ist, sich in eine junge Thai zu "verlieben". Ein Ort, den man nach der Aussage eines bereits seit 5 Jahren dort lebenden Engländersnur hassen oder lieben kann. Bisher tue ich definitiv beides. Geliebt wird es wohl für die großartigen Nächte, die man dort haben kann. Dabei entstehen häufig die merkwürdigsten und lustigsten Bekanntschaften, die man in so kurzer Zeit wohl machen kann. Gehasst dafür, dass hier mit Geld hier tatsächlich scheinbar alles möglich erscheint, was häufig doch relativ ernüchternd wirken kann. Aber wenn man sieht wie morgens um 5 Uhr ein von der Körpermitte gesteuerter Mittsiebziger in angetrunkenem Zustand mit einem Ladyboy im Arm nach Hause torkelt, hat man doch die Ahnung, dass das Schicksal sich letztendlich doch immer rächt. Das soll es fürs erste mal wieder gewesen sein, um einen groben Überblick zu liefern. Neue Posts folgen jetzt wohl regelmäßiger. :)

1 Kommentar:

  1. Top Axel ;) Sehr schöner Post ud werde mich denifitiv auf die nächsten freuen :) Dir noch viel Spaß, in jeder Hinsicht ;)
    Gruß Kai

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