Meine Reise.Meine Zeit. Mein Studium.Mein Blog

Auf diesen Seiten will ich Euch meine Erfahrungen & Erlebnisse im Auslandssemester mitteilen. Hier könnt ihr aktuell nachverfolgen was ich gerade erlebe und was mich bewegt. Tipps&Kommentare können natürlich gerne abgegeben werden. In Abhängigkeit von der Zeit die ich habe, werden hier immer neue kleine Posts und Berichte von meiner Reise erscheinen und wenn ich mit meinen Traditionen breche sogar kleine Fotostrecken. Wenn ich euch zu selten schreibe, seid mir bitte nicht böse. Schickt mir stattdessen lieber eine Mail oder ne Nachricht auf Facebook und ich gucke was ich für euch tun kann :)

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Panorama!


Salut, ich bin es schon wieder und ich hoffe ich falle nicht langsam auf die Nerven mit diesem Bombardement an Blogeinträgen ;) ! Ich bin jetzt seit fast einer Woche im Paradies auf Koh Rung Samloem in einem schnieken kleinen Bungalow aus Palmblättern und Holz gebaut. Das ganze nennt sich „The Beach“ und ist eine Bungalowanlage, die von Tobias, einem Deutschen der hier geheiratet hat, aufgezogen wird. Das ganze steht seit zwei Wochen und dementsprechend schön ist es (noch). Man merkt den Angestellten nur sehr an, wann der Chef da ist und wann nicht. Ansonsten hat es hier einen 5km langen weißen (!) Sandstrand und mehrere Beachvolleyballfelder die natürlich auch schon erfolgreich bespielt wurden. Ansonsten lässt man sich hier braun braten, was bei mir irgendwie nicht so klappt, spielt Billiard oder Darts, unternimmt Fishing trips ( auch schon gemacht) oder läuft auf die andere Seite der Insel.Alternativ kann man sich natürlich auch so wie ich gerade den Sternenhimmel aus einer Hängematte angucken, der hier wirklich überwältigend ist, da die Helligkeit der Umgebung quasi nicht existent ist und dadurch umso mehr Sterne zu sehen sind. Abgesehen von den 3 Unterkünften auf der Insel ist nicht viel los, was auch einer der Gründe ist, warum ich es noch schaffe mich von hier loszureißen. Ansonsten chillt man den ganzen Tag nur, guckt mit netten Schweizerinnen Filme im Bungalow oder streitet sich mit Chinesen über Tischkulturen. Aber 99% der Leute sind nett und sogar 75% von ihnen auf irgendeine Art und Weise interessant. Nur dass mein Nachbar versucht Stehpinkler zu sein, obwohl er es nicht kann, stößt unangenehm auf. Naja. Das Schnorcheln hier ist auch soweit in Ordnung, die Sicht ist weitgehend klar, aber außer ein paar kleinen Fischen, Regenbogenfischen, Fischschwärmen von relativ kleinen Fischen und ein paar Riffhaien sowie Oktopussies sieht man hier nicht viel ;) Die großen Fische müssen entweder weiter draußen sein, oder hier gar nicht existent, aufgrund des Korallensterbens was auch hier eingesetzt hat, weil die Natur halt häufig nicht so behandelt wird, wie sie sollte. Aber ich bin vermutlich einfach verwöhnt von den Tauch- und Schnorchelgebieten auf Sulawesi und in Malaysia. Dafür kann man an Land doch einige Tiere sehen. Neben Affen, die schon so etwas wie eine Randerscheinung auf meiner Reise sind, haben wir (Suleika, Dominik und ich) beim Weg über die Insel auch eine schnuckelige Schlange von geschätzten 3m Länge gesehen ( und nein, die 3er Regel zählt hier nicht! ;)). Dazu habe ich heute im Wald Hornbills ( ist Nashornvögel die richtige Übersetzung ich weiß es nicht mehr...) gesehen sowie die Pfotenabdrücke eines Tigers. Höchste Zeit also von hier zu verschwinden, ehe er durch die leckeren Gerichte, die unser Koch täglich zubereitet angelockt wird! Jetzt geht es erst einmal für einen Tag nach Phnom Penh um dort den Bus nach Ratanakiri zu nehmen. Aus Sihanoukville ist das direkt leider nicht möglich. Deshalb wird die Zeit auch etwas knapp und ich muss Kampot, mit seinen Tempeln in Stalaktitenhöhlen erst einmal nach hinten verschieben, auf die Zeit, wenn mein Vater ankommt. Auch nicht so wild, man kann ja nicht immer alles sehen und sollte nicht ständig vergleichen ;) Morgen geht es also mit dem „Partyboat“ ( auf dem 3. Deck bzw Sonnendeck mit Liegen auf dem Dach 2 Stunden ohrenbetäuubende Hits von vorgestern!) wieder Richtung Zivilisation, worauf ich mich nach 5 Tagen ohne Dusche nun auch wieder ein bisschen freue, nachdem ich hier abgeschnitten von sanitären Versorgungsmöglichkeiten und Internetzugang im weißen Sand bei leckerem Amok (ein göttliches kambodschanisches Gericht, was leider viel zu spät von mir entdeckt wurde) gedarbt habe. Was für ein bemitleidenswertes Geschöpf ich doch bin. Geldspenden werden gerne entgegen genommen ;) Die Rückfahrt heute hat dann noch einmal magische Momente bereitgehalten: als wir kurzerhand anhielten um ein Buffet mitten auf dem Meer abzuhalten hat Tobias das auf dem Boot installierte Sprungbrett ganz oben ausgefahren und man durfte ins türkisblaue Meer jumpen, was ich natürlich jung und dumm auch als allererstes gemacht habe :) . Erst beim Fallen fiel mir dann auf, dass der Fall doch etwas länger dauert als der vom heimischen Dreimeterbrett und der Aufprall fiel dann auch etwas härter aus. Auf Nachfrage sagte mir Tobias, dass es 6,5 m seien, na toll! Hat aber Riesenspaß gemacht, vor allen Dingen nachdem man die anderen Leute auch dazu bewegen konnte mal zu springen ( „das ist doch nicht hoch! Maximal 3 Meter!“. Als dann der Sonnenuntergang uns verzückte mit Postkartenmotiven und die Fischerboote in der Bucht kreuzten hatten alle, egal wie sonnenverbrannt mittlerweile ein Lächeln auf den Lippen. Nun bin ich zurück in Sihanoukville und habe im GBT Guesthouse ein 4 Personenzimmer mit Klimaanlage nach hartem Feilschen für 10 USD bekommen, grandios. Auch wenn es so aussieht als wäre es auch nicht mehr als maximal 15 USD wert. Naja, was solls morgen früh geht es auf nach Phnom Penh um von dort aus in die Wildnis in Ratanakiri zu starten, ob da Internet ist? Man weiß es nicht.

Freitag, 7. Dezember 2012

Zurück aus dem Off!


So, nachdem man nun hier lange nichts Neues von mir gehört hat mach ichs öffentlich: Ich habs während der Klausurenphase im Jesus-Style probiert: 3 Wochen untertauchen nur um jetzt wieder voll durchzustarten. Das in den Himmel kommen spar ich mir für mein zweites buddhistisches Leben dabei auf.
Nach dem das Semesterende mit der Abgabe der letzten Projektarbeit in Entrepreneurship ( zu deutsch: Wie werde ich Unternehmer? ) beendet war ging es auf nach Siem Reap in Kambodscha um dort zu begutachten was die alten Khmer so mit Steinen anfangen konnten. Wir haben festgestellt, ein Weltwunder. Denn, gebaut aus drei Gesteinssorten (Lateriten, Sandstein und noch irgendwas, meine nicht vorhandenen Geologen-Freunde mögen mir verzeihen;)) , befinden sich dort in der Angkor-Wat-Tempelanlage mehrere unfassbar große und unbeschreiblich schöne Tempel,die , vor Jahrhunderten errichtet, auch dank einiger Restaurationsarbeiten Bestand haben. Die genaueren Daten zur Bauzeit und den Bedeutungen der in den Stein gravierten Figuren kann man wohl erst nach Ende der nächsten Woche erfragen, da es morgen nun auf eine Insel geht um sich da die Haut verbrennen zu lassen. Der lonelyplanet-Reiseführer wird mir dabei mein treuer Begleiter sein und dafür sorgen, dass ich noch ein paar Infos mehr über Angkor Wat erhalte.

Aber in Siem Reap gibt es nicht nur Tempel sondern unweit der Stadt liegen auch mehrere Wasserfälle. Da man nur einen von ihnen mit dem Tuk-Tuk erreichen konnte, wählten wir jenen und erreichten ihn nach 1300m felsigen Aufstiegs durch einen schönen, jedoch relativ touristischen tropischen Wald. Oben angekommen begab man sich unter das kühle Nass und sammelte nach dem Beten im Angkor-Wat-Tempel weitere Karma-Punkte, denn das Wasser läuft vorher über geheiligte Steine. Nichtsdestotrotz ist die Zahl der Kambodschaner, die diesen Ort aufsuchen stetig fallend, da ihre Kultur wohl Anstoß nimmt an Touristen die in Badeshorts oder Bikini diesen Ort aufsuchen, eine Tatsache, die ich leider erst später erfuhr von einem netten Guide der eine Privattour mit einem mindestens genauso freundlich-interessanten Amerikaner machte.

Die letzten beiden Tage Siem Reap wurden mit Fahrradtouren verbracht, wobei ich bei der ersten die Gelegenheit erhielt auf einem Reisfeld kurz mitzuhelfen und anschließend einem Reisbauern beim Ausladen seines Tuk-Tuks half. Die Freundlichkeit der Menschen ist dabei herausragend, selbst wenn die Englischkenntnisse mit dem Wort „rudimentär“ wohl noch sehr geschönt sind zeigen sie einem doch immer ihre Wertschätzung, wenn sie bemerken, dass ein aufrichtiges Interesse besteht. Manchmal hat man das Gefühl Einkommensverhältnisse und Freundlichkeit sind in einem entgegengesetzt-proportionalem Verhältnis. Besagter Reisbauer ließ es sich nämlich auch nicht nehmen mir europäischem Vielfraß gratis ein Gericht vorzusetzen und trotz meines natürlichen Fassungsvermögens dabei glücklich zu wirken. :) Am zweiten Tag erfuhr mein Reifen dann leider wie es ist wenn einem die Luft ausgeht als ich gerade auf dem Rückweg von einem Bergtempel am Tonle Sap See war ( ein scheinbar unendlich großer See, dessen Ausmaße selbst vom Berg aus nicht auszumachen waren). Also ab dafür und 1km laufen um in eine kambodschanische Fahrradwerkstatt zu kommen. Gemeinsam mit dem ältesten Sohn der Familie flickte ich das Loch und ich zahlte nicht mehr als einen Dollar während der Rest der Familie uns neugierig beobachtete. Doch auf dem weiteren Weg sollte sich herausstellen, dass ich nicht zuletzt lachte, denn die Speiche machte erneut Bekanntschaft mit dem Erdboden und ich musste noch einmal in eine zweite Werkstatt um dort nachwerkeln zu lassen. Auch diese Reparatur kostete mich gerade mal einen halben Dollar. Geschafft wie ich war stand natürlich anschließend der Gang ins lokale „Fitnesscenter“ an. Eine Art alte Autowerkstatt war Heimat für die einheimischen Kämpfer und Pumper, welche sich nahezu komplett oberkörperfrei präsentierten. Der Frauenanteil lag mit 1 Frau im gesamten Studio fast unter der Grasnarbe, was sich allerdings auch durch den „Zustand“ der Sanitäranlagen vor Ort erklären lässt. Eine wunderbare Atmosphäre also um sich dem Verausgaben hinzugeben. Anwesend war auch David Oshima, ein wohl bekannter Personal Trainer, der sich bei Erscheinen im Studio den Leuten vorstellte.
Nach diesen Eindrücken aus Siem Reap hieß also Abschied nehmen für mich von meinen Reisebegleitungen, um mich alleine hinaus in die Wildnis nach Sihanoukville zu wagen, wo ich heute gegen 14 Uhr nach einer Alptraum-Busfahrt von 14 Stunden Länge angekommen bin. Nach Ankunft begutachtete ich erst einmal mein Hotelzimmer, was ich jedoch besser nicht all zu genau getan hätte. Die Flecken auf den Laken ließen mich noch kalt, ebenso wie meine beiden Mitbewohner mit 8 Beinen, die sich als so loyal erwiesen, dass ich sie nur mit leichtem Nachdruck aus dem Zimmer bekam. Der Urinduft welcher sich allerdings über die Wendeltreppe in mein Zimmer schleicht ist kein Kompliment an den Geruchssinn. Dafür habe ich einen kleinen Balkon mit zwei Stühlen und ein Bett was man positiv ausgedrückt als „gut eingelegen“ bezeichnen könnte. Über die Möglichkeiten im Bad lasse ich mich an dieser Stelle lieber nicht weiter aus, da ich befürchte, dass sich manch einer meinen Bericht beim Essen reinziehen könnte ( eigentlich selber Schuld, was erwartet ihr von mir?! ;)). Also habe ich führerscheinloser Mensch mir einen Roller gemietet und habe die Umgebung inklusive ihrer zahlreichen Strände abgeklappert. Das Bestechungsgeld von 2 Dollar an die örtliche Polizei für Fahren ohne Führerschein zahlte ich da auch gerne, nur um es später noch einmal um 3 USD aufstocken zu können, da ich in meinen vom Schwimmen nassen Boxershorts auf dem Roller den Heimweg bestritt. Ich glaube, dass sämtliche 5 Dollar gut investiert wurden, zwar weder in soziale Projekte noch eine erhöhte lokale Sicherheit durch besser ausgerüstete Polizisten, sondern vielmehr in die Bierbäuche der beiden Polizisten. Also alles richtig gemacht :) Nach einem kurzen Bad am Otres-Beach den ich mit ein paar Einheimischen für mich alleine hatte machte ich mich auf den Rückweg über Straßen, die einer schwarzen Buckelpiste alle Ehre machen würden um mir mein Fährticket und die Unterkunft für Koh Rung Samloem zu sichern, wo ich die nächsten 5 Tage verleben werde. Zum guten Abschluss des Tages gab es in diesem ebenso schönem wie touristenverseuchten Ort einen leckeren echt türkischen Döner und einen Nachtisch den man sich wohl so auch schwer vorstellen kann. Vanilleeiskugeln an mit Schokosauce garniertem Schokoladenkuchen auf welchen Knoblauchstreusel als Verzierung draufgeschmissen worden waren (?!) . Not macht erfinderisch! Ich hoffe ihr habt gemerkt, dass ich noch lebe und meine Vitalfunktionen in geringem Maße noch vorhanden sind. Ich freue mich die meisten von euch live und in Farbe wiederzusehen, denn manchmal fehlt ihr mir doch schon sehr. Ihr seid tatsächlich leider unersetzbar! No-Homo! ;)

Dienstag, 18. September 2012

One night in Bangkok...

...habe ich nun das erste Mal verbracht. Die zweite folgt ziemlich bald nach diesem Eindruck. Der erste Schlaf hat auf jeden Fall die nötige Erholung gebracht mit 15 Stunden Schlaf am Stück- ein Zeugnis des harten Fluges auf dem ich nur eine Stunde schlafen konnte. Ansonsten war der Flug allerdings ziemlich gut, selbst über die Beinfreiheit konnte man nicht klagen. Tückisch war an Turkish Airlines also lediglich das Essen was mich fast dazu führte die Bekanntschaft, der an Bord verteilten Spucktüten zu machen (mittags Beefsteak war allerdings dafür ziemlich lecker, nur das Frühstück und die Beilagen führten wie gesagt zum Wiederkäuer-Gefühl) sowie das Umsteigen am Atatürk Flughafen in Istanbul. Der ist so ausgeschildert als wollten sie einen für immer da behalten.

Trotzdem bin ich gut am Suvarnabhumi International Airport gelandet und mein Gepäck ist seinem Herrn und Meister getreu gefolgt. Gemeinsam haben wir uns dann versucht mit dem Airport Express Bus auf den Weg in die City zu machen. Leider nur gab es dieses Busservice gar nicht mehr, was mir auffiel, nachdem ich alle Ebenen des Airports einmal durchwandert hatte um auf der Untersten ein kleines Schild zu bemerken, dass es das betreibende Unternehmen seit 2011 bereits nicht mehr gibt. Vielen Dank auch. Also hab ich mir ein Ticket für die Metro (nicht zu verwechseln mit dem Skytrain, das ist zwar auch eine Bahn aber mit anderen Haltestellen und überirdisch) besorgt, die mich bis zur Endhaltestelle Hualamphong ( von dem ich auch hier schon mindestens drei verschiedene Schreibweisen gesehen habe :)). Von dort aus wollte ich mir ein Tuk Tuk (Bild von Google) chartern, dass mich zu meiner Unterkunftskaschemme dem At One Inn Hotel bringen sollte. Gesagt, getan für 150 Baht erklärte sich mein Fahrer bereit mich samt Gepäck zu bringen. Mein erster farang-Fehler. Aber daraus wird natürlich gelernt. Für die 150 Baht (ungefähr 4€) bin ich also ungefähr eine Stunde herumgefahren worden inklusive eines Stops bei einem Laden wo ich 30 Minuten bezüglich eines zu kaufenden Anzugs beraten worde, den ich natürlich nicht gekauft habe sondern lediglich treuherzig versicherte "soon" wiederzukommen. Für dieses Gespräch erhielt mein Fahrer angeblich 5l "free gasoline". Na toll! Hätten wir niemals gebraucht, denn wie ich später bemerkte war mein Hotel ungefähr 5 Minuten zu Fuß von der Station entfernt. Pech gehabt! Dafür fand mein Fahrer das Hotel, im Gegensatz zu jeglichen späteren Fahrern. Das Hotel erwies sich im 1. Anblick als Ort der zum Überleben befähigt unter dem Einsatz  großer persönlicher Anstrengung. Das Duell der Dickköpfe hat auf jeden Fall die Dusche für sich entschieden, die egal ob man auf megaheiß oder megakalt dreht stoisch lauwarmes Wasser von sich gibt. Dafür kommt man beim Duschen in den Genuss von Holzfußboden.Dazu darf man genutztes Toilettenpapier nicht im Klo herunterspülen, sondern wird dazu angehalten es in den Mülleimer zu werfen. In diesem Klima ein Traum. Jedoch habe ich auf diese Regel bislang wortwörtlich geschissen. Dass es keinen Kühlschrank gibt brauche ich wohl nicht zu erwähnen, ein Schlag ins Gesicht für die deutsche Seele. Bilder erspare ich euch. :)

... Totgesagte leben länger!

Das trifft wohl auch auf mich zu. Denn hier folgt nun der erste Eintrag direkt aus Bangkok und live aus meinem hoffentlichen Endlager, der dritten Unterkunft, die ich seit meiner Ankunft vor nun fast 2 Monaten bewohne. Schon jetzt auf jeden Fall ein Riesen-Dankeschön an euch für das gute Feedback nach dem ersten Eintrag und vor allen Dingen dafür, dass ich bis jetzt keine Anthrax-Briefe oder ähnliches bekommen habe, sondern nur höfliche Ermahnungen doch bitte meine Blogging-Arbeit demnächst mal fortzusetzen. Im Gegenzug zu ausgebliebenen Milzbranderregern zugestellt in postaler Form können jetzt Danksagungen, Versorgungsnotpakete ( bitte deutsche Süßigkeiten und Wurst! ;)) und Heiratsanträge an das SK Grand Hotel Sathorn geschickt werden, Zimmernummer ist die 616 und jegliche Einsendungen werden mit Karten aus meinem Urlaubs- äh Studienland belohnt. Da mittlerweile jedoch tatsächlich so viel passiert ist, dass es mir unmöglich erscheint, alles detailliert hier zu erzählen, gebe ich erstmal einen groben Abriss über die ersten 2 Monate. Später könnten dann eventuell ein paar Reviews zu vergangenen Erlebnissen folgen. Auch ein Lerneffekt, den dieser Blog bei mir bewirkt hat: Versprich nichts, was du nicht zu hundert Prozent halten kannst :) Aber ich gebe mir Mühe. Die ersten paar Wochen gestalteten sich, nachdem die ersten Bekanntschaften gemacht waren, eher wie eine Klassenfahrt ohne Lehrer und Regeln. Extrem niedrige Einkaufspreise in nahezu allen Segmenten verführten zu Konsumterror der seine Grenzen nur im nicht eingeräumten Dispo bei der Bank kannte. Gute Erfindung! Hat dann letztendlich dazu geführt, dass die Sehenswürdigkeiten Bangkoks, die es fraglos zuhauf gibt, bisher leider noch weitgehend auf der Strecke geblieben sind. Das wird natürlich noch nachgeholt und dann wahrscheinlich im Oktober stattfinden, wenn wieder Geld vorhanden und noch genügend Zeit zu den final exams ist. So haben bisher auch erst zwei Trips nach Pattaya für mich stattgefunden. Die Welthauptstadt der Prostitution! Und das merkt man an jedem Lokal, jeder Ampel und jedem Schritt auf der legendären Walkingstreet. Eine Feiermeile auf der es auch für 80-jährige Europäer keine große Aufgabe ist, sich in eine junge Thai zu "verlieben". Ein Ort, den man nach der Aussage eines bereits seit 5 Jahren dort lebenden Engländersnur hassen oder lieben kann. Bisher tue ich definitiv beides. Geliebt wird es wohl für die großartigen Nächte, die man dort haben kann. Dabei entstehen häufig die merkwürdigsten und lustigsten Bekanntschaften, die man in so kurzer Zeit wohl machen kann. Gehasst dafür, dass hier mit Geld hier tatsächlich scheinbar alles möglich erscheint, was häufig doch relativ ernüchternd wirken kann. Aber wenn man sieht wie morgens um 5 Uhr ein von der Körpermitte gesteuerter Mittsiebziger in angetrunkenem Zustand mit einem Ladyboy im Arm nach Hause torkelt, hat man doch die Ahnung, dass das Schicksal sich letztendlich doch immer rächt. Das soll es fürs erste mal wieder gewesen sein, um einen groben Überblick zu liefern. Neue Posts folgen jetzt wohl regelmäßiger. :)

Donnerstag, 19. Juli 2012

Aufgeregt? Come on.

Vor der Abfahrt


Sooo, Zeit für einen ersten Eintrag, denn der Abflugtag ist ja nicht mehr weit entfernt. Heute in 6 Tagen, also am 25. Juli, geht es los. Die letzte Klausur ist gestern hoffentlich erfolgreich absolviert worden und so langsam setzt das Reisefieber ein. Wer jetzt denkt, das macht nur Laune täuscht sich da ganz gewaltig, denn auch wenn der Arbeitsumfang vor Ort wohl (hoffentlich) eher gering ausfällt, ist das organisatorische Brimborium vor einem 6-monatigen Aufenthalt in der Fremde doch relativ beachtlich. Aber noch bin ich guter Dinge, dass ich alles schaffe. Schließlich gilt es ja nur noch sich impfen zu lassen, damit ich nicht tollwütiger bin als sonst, und die Visumspapiere abzuholen beim Konsulat. Kleinere Aufgaben wie anderen Leuten Skype zu installieren fällt da kaum mehr ins Gewicht. Aber wie jeder weiß: Nur unter hohem Druck entstehen Diamanten!
Wenn das alles erst einmal erledigt ist, kann es dann endlich final losgehen.Abgeflogen wird am besagten 25., wenn Deutschland ein bisschen aufatmet und Bangkok ein neues Problemviertel hinzugewinnt. Der Flug geht ab Hamburg über Istanbul nach Bangkok und geflogen wird von Tückisch Airlines ;) Bevorzugte On-Board-Verpflegung sollte da klar sein: scharfe Sauce und Tzatziki extra,bitte! :)
Fest steht, dass ich euch alle/ den Großteil/die Hälfte/ein paar von euch wohl mindestens genauso vermissen werde wie meine wunderschöne Heimatstadt Hamburg! ;) Aber was sind schon 6 Monate und schließlich wird es auch eine Riesenerfahrung und hoffentlich auch ein Megaspaß. Ich bin optimistisch. Residieren werde ich die ersten Tage noch im Hotel ehe ich ins Mansion Sarasinee umziehe. Extra für mich wurde ein Pool auf dem Dach errichtet, man weiß scheinbar mit wem man es zu tun bekommt ;) Von da aus folgen dann womöglich erste Bilder und Eindrücke, wenn Bangkok mich bis dahin noch nicht hat.


Für alle die mich schon vorher sehen wollen: Ich werde wohl zwischendurch bei Skype online sein (wegen Skypenamen einfach bei Facebook anschreiben) um zu berichten, but mind the gap! Also beachtet, dass ich nicht immer zu menschenwürdigen Zeiten da sein kann wegen der Zeitverschiebung.
Für alle Nasen unter euch, die noch nix mitbekommen haben, ich mach nen Auslandssemester in Bangkok mit einer 2-monatigen Reise durch Kambodscha (und evtl. Laos anschließend?) im Anschluss. Deshalb der Blog, deshalb ich nix antworten auf Handy. :)
Achja, wer Feedback geben will erhält nach Rückkehr Kaugummi/Bier/Respect/Fame, aber nur bei guter Kritik! Negative Kritik wird zensiert und die betroffenen Personen durch Songs von Kay One in Dauerschleife zu Tode gefoltert! Also tut was ihr nicht lassen könnt! :)


Liebe!


PS: Wer weiß wie ich das Datum, das scheinbar in weiß über dem Post steht (zumindest durch Markieren wird das deutlich), sichtbar mache oder mir einfach generell Tipps für Blogspot geben kann ist mein persönlicher Held und wird im nächsten Blogeintrag berücksichtigt ;)