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Auf diesen Seiten will ich Euch meine Erfahrungen & Erlebnisse im Auslandssemester mitteilen. Hier könnt ihr aktuell nachverfolgen was ich gerade erlebe und was mich bewegt. Tipps&Kommentare können natürlich gerne abgegeben werden. In Abhängigkeit von der Zeit die ich habe, werden hier immer neue kleine Posts und Berichte von meiner Reise erscheinen und wenn ich mit meinen Traditionen breche sogar kleine Fotostrecken. Wenn ich euch zu selten schreibe, seid mir bitte nicht böse. Schickt mir stattdessen lieber eine Mail oder ne Nachricht auf Facebook und ich gucke was ich für euch tun kann :)

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Panorama!


Salut, ich bin es schon wieder und ich hoffe ich falle nicht langsam auf die Nerven mit diesem Bombardement an Blogeinträgen ;) ! Ich bin jetzt seit fast einer Woche im Paradies auf Koh Rung Samloem in einem schnieken kleinen Bungalow aus Palmblättern und Holz gebaut. Das ganze nennt sich „The Beach“ und ist eine Bungalowanlage, die von Tobias, einem Deutschen der hier geheiratet hat, aufgezogen wird. Das ganze steht seit zwei Wochen und dementsprechend schön ist es (noch). Man merkt den Angestellten nur sehr an, wann der Chef da ist und wann nicht. Ansonsten hat es hier einen 5km langen weißen (!) Sandstrand und mehrere Beachvolleyballfelder die natürlich auch schon erfolgreich bespielt wurden. Ansonsten lässt man sich hier braun braten, was bei mir irgendwie nicht so klappt, spielt Billiard oder Darts, unternimmt Fishing trips ( auch schon gemacht) oder läuft auf die andere Seite der Insel.Alternativ kann man sich natürlich auch so wie ich gerade den Sternenhimmel aus einer Hängematte angucken, der hier wirklich überwältigend ist, da die Helligkeit der Umgebung quasi nicht existent ist und dadurch umso mehr Sterne zu sehen sind. Abgesehen von den 3 Unterkünften auf der Insel ist nicht viel los, was auch einer der Gründe ist, warum ich es noch schaffe mich von hier loszureißen. Ansonsten chillt man den ganzen Tag nur, guckt mit netten Schweizerinnen Filme im Bungalow oder streitet sich mit Chinesen über Tischkulturen. Aber 99% der Leute sind nett und sogar 75% von ihnen auf irgendeine Art und Weise interessant. Nur dass mein Nachbar versucht Stehpinkler zu sein, obwohl er es nicht kann, stößt unangenehm auf. Naja. Das Schnorcheln hier ist auch soweit in Ordnung, die Sicht ist weitgehend klar, aber außer ein paar kleinen Fischen, Regenbogenfischen, Fischschwärmen von relativ kleinen Fischen und ein paar Riffhaien sowie Oktopussies sieht man hier nicht viel ;) Die großen Fische müssen entweder weiter draußen sein, oder hier gar nicht existent, aufgrund des Korallensterbens was auch hier eingesetzt hat, weil die Natur halt häufig nicht so behandelt wird, wie sie sollte. Aber ich bin vermutlich einfach verwöhnt von den Tauch- und Schnorchelgebieten auf Sulawesi und in Malaysia. Dafür kann man an Land doch einige Tiere sehen. Neben Affen, die schon so etwas wie eine Randerscheinung auf meiner Reise sind, haben wir (Suleika, Dominik und ich) beim Weg über die Insel auch eine schnuckelige Schlange von geschätzten 3m Länge gesehen ( und nein, die 3er Regel zählt hier nicht! ;)). Dazu habe ich heute im Wald Hornbills ( ist Nashornvögel die richtige Übersetzung ich weiß es nicht mehr...) gesehen sowie die Pfotenabdrücke eines Tigers. Höchste Zeit also von hier zu verschwinden, ehe er durch die leckeren Gerichte, die unser Koch täglich zubereitet angelockt wird! Jetzt geht es erst einmal für einen Tag nach Phnom Penh um dort den Bus nach Ratanakiri zu nehmen. Aus Sihanoukville ist das direkt leider nicht möglich. Deshalb wird die Zeit auch etwas knapp und ich muss Kampot, mit seinen Tempeln in Stalaktitenhöhlen erst einmal nach hinten verschieben, auf die Zeit, wenn mein Vater ankommt. Auch nicht so wild, man kann ja nicht immer alles sehen und sollte nicht ständig vergleichen ;) Morgen geht es also mit dem „Partyboat“ ( auf dem 3. Deck bzw Sonnendeck mit Liegen auf dem Dach 2 Stunden ohrenbetäuubende Hits von vorgestern!) wieder Richtung Zivilisation, worauf ich mich nach 5 Tagen ohne Dusche nun auch wieder ein bisschen freue, nachdem ich hier abgeschnitten von sanitären Versorgungsmöglichkeiten und Internetzugang im weißen Sand bei leckerem Amok (ein göttliches kambodschanisches Gericht, was leider viel zu spät von mir entdeckt wurde) gedarbt habe. Was für ein bemitleidenswertes Geschöpf ich doch bin. Geldspenden werden gerne entgegen genommen ;) Die Rückfahrt heute hat dann noch einmal magische Momente bereitgehalten: als wir kurzerhand anhielten um ein Buffet mitten auf dem Meer abzuhalten hat Tobias das auf dem Boot installierte Sprungbrett ganz oben ausgefahren und man durfte ins türkisblaue Meer jumpen, was ich natürlich jung und dumm auch als allererstes gemacht habe :) . Erst beim Fallen fiel mir dann auf, dass der Fall doch etwas länger dauert als der vom heimischen Dreimeterbrett und der Aufprall fiel dann auch etwas härter aus. Auf Nachfrage sagte mir Tobias, dass es 6,5 m seien, na toll! Hat aber Riesenspaß gemacht, vor allen Dingen nachdem man die anderen Leute auch dazu bewegen konnte mal zu springen ( „das ist doch nicht hoch! Maximal 3 Meter!“. Als dann der Sonnenuntergang uns verzückte mit Postkartenmotiven und die Fischerboote in der Bucht kreuzten hatten alle, egal wie sonnenverbrannt mittlerweile ein Lächeln auf den Lippen. Nun bin ich zurück in Sihanoukville und habe im GBT Guesthouse ein 4 Personenzimmer mit Klimaanlage nach hartem Feilschen für 10 USD bekommen, grandios. Auch wenn es so aussieht als wäre es auch nicht mehr als maximal 15 USD wert. Naja, was solls morgen früh geht es auf nach Phnom Penh um von dort aus in die Wildnis in Ratanakiri zu starten, ob da Internet ist? Man weiß es nicht.

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