Salut, ich bin es schon wieder und ich
hoffe ich falle nicht langsam auf die Nerven mit diesem Bombardement
an Blogeinträgen ;) ! Ich bin jetzt seit fast einer Woche im
Paradies auf Koh Rung Samloem in einem schnieken kleinen Bungalow aus
Palmblättern und Holz gebaut. Das ganze nennt sich „The Beach“
und ist eine Bungalowanlage, die von Tobias, einem Deutschen der hier
geheiratet hat, aufgezogen wird. Das ganze steht seit zwei Wochen und
dementsprechend schön ist es (noch). Man merkt den Angestellten nur
sehr an, wann der Chef da ist und wann nicht. Ansonsten hat es hier
einen 5km langen weißen (!) Sandstrand und mehrere
Beachvolleyballfelder die natürlich auch schon erfolgreich bespielt
wurden. Ansonsten lässt man sich hier braun braten, was bei mir
irgendwie nicht so klappt, spielt Billiard oder Darts, unternimmt
Fishing trips ( auch schon gemacht) oder läuft auf die andere Seite
der Insel.Alternativ kann man sich natürlich auch so wie ich gerade
den Sternenhimmel aus einer Hängematte angucken, der hier wirklich
überwältigend ist, da die Helligkeit der Umgebung quasi nicht
existent ist und dadurch umso mehr Sterne zu sehen sind. Abgesehen
von den 3 Unterkünften auf der Insel ist nicht viel los, was auch
einer der Gründe ist, warum ich es noch schaffe mich von hier
loszureißen. Ansonsten chillt man den ganzen Tag nur, guckt mit
netten Schweizerinnen Filme im Bungalow oder streitet sich mit
Chinesen über Tischkulturen. Aber 99% der Leute sind nett und sogar
75% von ihnen auf irgendeine Art und Weise interessant. Nur dass mein
Nachbar versucht Stehpinkler zu sein, obwohl er es nicht kann, stößt
unangenehm auf. Naja. Das Schnorcheln hier ist auch soweit in
Ordnung, die Sicht ist weitgehend klar, aber außer ein paar kleinen
Fischen, Regenbogenfischen, Fischschwärmen von relativ kleinen
Fischen und ein paar Riffhaien sowie Oktopussies sieht man hier nicht
viel ;) Die großen Fische müssen entweder weiter draußen sein,
oder hier gar nicht existent, aufgrund des Korallensterbens was auch
hier eingesetzt hat, weil die Natur halt häufig nicht so behandelt
wird, wie sie sollte. Aber ich bin vermutlich einfach verwöhnt von
den Tauch- und Schnorchelgebieten auf Sulawesi und in Malaysia. Dafür
kann man an Land doch einige Tiere sehen. Neben Affen, die schon so
etwas wie eine Randerscheinung auf meiner Reise sind, haben wir
(Suleika, Dominik und ich) beim Weg über die Insel auch eine
schnuckelige Schlange von geschätzten 3m Länge gesehen ( und nein,
die 3er Regel zählt hier nicht! ;)). Dazu habe ich heute im Wald
Hornbills ( ist Nashornvögel die richtige Übersetzung ich weiß es
nicht mehr...) gesehen sowie die Pfotenabdrücke eines Tigers.
Höchste Zeit also von hier zu verschwinden, ehe er durch die
leckeren Gerichte, die unser Koch täglich zubereitet angelockt wird!
Jetzt geht es erst einmal für einen Tag nach Phnom Penh um dort den
Bus nach Ratanakiri zu nehmen. Aus Sihanoukville ist das direkt
leider nicht möglich. Deshalb wird die Zeit auch etwas knapp und ich
muss Kampot, mit seinen Tempeln in Stalaktitenhöhlen erst einmal
nach hinten verschieben, auf die Zeit, wenn mein Vater ankommt. Auch
nicht so wild, man kann ja nicht immer alles sehen und sollte nicht
ständig vergleichen ;) Morgen geht es also mit dem „Partyboat“ (
auf dem 3. Deck bzw Sonnendeck mit Liegen auf dem Dach 2 Stunden
ohrenbetäuubende Hits von vorgestern!) wieder Richtung Zivilisation,
worauf ich mich nach 5 Tagen ohne Dusche nun auch wieder ein bisschen
freue, nachdem ich hier abgeschnitten von sanitären
Versorgungsmöglichkeiten und Internetzugang im weißen Sand bei
leckerem Amok (ein göttliches kambodschanisches Gericht, was leider
viel zu spät von mir entdeckt wurde) gedarbt habe. Was für ein
bemitleidenswertes Geschöpf ich doch bin. Geldspenden werden gerne
entgegen genommen ;) Die Rückfahrt heute hat dann noch einmal
magische Momente bereitgehalten: als wir kurzerhand anhielten um ein
Buffet mitten auf dem Meer abzuhalten hat Tobias das auf dem Boot
installierte Sprungbrett ganz oben ausgefahren und man durfte ins
türkisblaue Meer jumpen, was ich natürlich jung und dumm auch als
allererstes gemacht habe :) . Erst beim Fallen fiel mir dann auf,
dass der Fall doch etwas länger dauert als der vom heimischen
Dreimeterbrett und der Aufprall fiel dann auch etwas härter aus. Auf
Nachfrage sagte mir Tobias, dass es 6,5 m seien, na toll! Hat aber
Riesenspaß gemacht, vor allen Dingen nachdem man die anderen Leute
auch dazu bewegen konnte mal zu springen ( „das ist doch nicht
hoch! Maximal 3 Meter!“. Als dann der Sonnenuntergang uns verzückte
mit Postkartenmotiven und die Fischerboote in der Bucht kreuzten
hatten alle, egal wie sonnenverbrannt mittlerweile ein Lächeln auf
den Lippen. Nun bin ich zurück in Sihanoukville und habe im GBT
Guesthouse ein 4 Personenzimmer mit Klimaanlage nach hartem Feilschen
für 10 USD bekommen, grandios. Auch wenn es so aussieht als wäre es
auch nicht mehr als maximal 15 USD wert. Naja, was solls morgen früh
geht es auf nach Phnom Penh um von dort aus in die Wildnis in
Ratanakiri zu starten, ob da Internet ist? Man weiß es nicht.
Meine Reise.Meine Zeit. Mein Studium.Mein Blog
Auf diesen Seiten will ich Euch meine Erfahrungen & Erlebnisse im Auslandssemester mitteilen. Hier könnt ihr aktuell nachverfolgen was ich gerade erlebe und was mich bewegt. Tipps&Kommentare können natürlich gerne abgegeben werden. In Abhängigkeit von der Zeit die ich habe, werden hier immer neue kleine Posts und Berichte von meiner Reise erscheinen und wenn ich mit meinen Traditionen breche sogar kleine Fotostrecken. Wenn ich euch zu selten schreibe, seid mir bitte nicht böse. Schickt mir stattdessen lieber eine Mail oder ne Nachricht auf Facebook und ich gucke was ich für euch tun kann :)
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